Kündigung erhalten? Was zu tun ist!

Mit einer schriftlichen Kündigung kann ein Arbeitsverhältnis einseitig fristlos oder unter Beachtung der ordentlichen Kündigungsfrist oder außerordentlich beendet werden. Hierbei muss sie der anderen Arbeitsvertragspartei zugehen.

Klagefrist beachten

Gegen die ordentliche oder außerordentliche Kündigung muss vom gekündigten Arbeitnehmer innerhalb von 3 Wochen durch Klageerhebung vorgegangen werden, da sonst das Arbeitsverhältnis aufgrund der Kündigungserklärung endet. Nur in Ausnahmefällen kann eine nachträgliche Klagezulassung beantragt werden. 

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Sie bekommen bei uns aufgrund der im Raume stehenden Fristen meist noch am selben Tag einen Termin, damit mit Ihnen die Sache besprochen und kurzfristig reagiert werden kann.

Kündigungsfristen

Die Kündigungsfristen sind oftmals nach der Dauer der Beschäftigung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer unterschiedlich lang. Regelungen finden sich im

  • Gesetz
  • Tarifvertrag
  • Arbeitsvertrag

Kündigung außerordentlich

Außerordentlich fristlos kann gekündigt werden, wenn schwerwiegende Gründe vorliegen, die eine Weiterbeschäftigung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses bei Ausspruch einer ordentlichen Kündigung oder bis zum Erreichen der Befristung unzumutbar machen.

Gekündigt werden muss innerhalb einer Ausschlußfrist von 2 Wochen ab Kenntnis der zur Kündigung berechtigenden Tatsachen.

Außerordentlich kann auch gekündigt werden, wenn eine ordentliche Kündigung aufgrund von tariflichen  Vorschriften nicht mehr möglich ist. Näheres regelt der entsprechende Tarifvertrag. 

Allgemeiner Kündigungsschutz

Ein allgemeiner Kündigungsschutz besteht, wenn die Voraussetzungen nach dem Kündigungsschutzgesetz vorliegen:

  • 6 Monate Betriebszugehörigkeit
  • Beschäftigung von in der Regel mehr als 5 bzw. 10 Arbeitnehmern nach § 23 KSchG

Wirksam gekündigt werden kann nur dann, wenn

  • verhaltensbedingte Gründe
  • personenbedingte Gründe oder
  • betriebsbedingte Gründe

vorliegen.

Besonderer Kündigungsschutz

Besonderer Kündigungsschutz ist gesetzlich geregelt. Bestimmungen finden sich unter anderem für:

  • Betriebsratsmitglieder
  • Schwerbehinderte bzw. Gleichgestellte
  • bei Mutterschutz und Elternzeit

Änderungskündigung allgemein

Möchte ein Arbeitgeber wesentliche Änderungen der Arbeitsbedingungen durchsetzen, so kann er eine Änderungskündigung aussprechen. Dies erfolgt einerseits durch die Erklärung einer Kündigung und andererseits durch das Angebot zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu neuen Bedingungen.

Änderungskündigung – Ihre Entscheidung und deren Folgen

  • Annahme der Änderungsangebotes
    Das Arbeitsverhältnis wird zu den neuen Bedingungen fortgesetzt.
  • Ablehnung des Änderungsangebotes
    Das Arbeitsverhältnis endet aufgrund der Kündigung. Mittels Klage kann gegen die Kündigung vorgegangen werden. (Klagefrist beachten!)
  • Annahme des Änderungsangebotes unter Vorbehalt
    Das Angebot wird unter Vorbehalt angenommen und die neuen Bedingungen mittels Klage auf deren Wirksamkeit hin überprüft. (Klagefrist beachten!)

Meldepflicht bei der Bundesagentur für Arbeit

Haben Sie eine Kündigung erhalten, sind Sie verpflichtet, dies unverzüglich, mindestens jedoch 3 Monate vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses anzuzeigen und sich arbeitssuchend zu melden. Am Ende des Arbeitsverhältnisses müssen Sie sich arbeitslos melden. Bei Nichtbeachtung ist mit Sanktionen zu rechnen.

Sperre von der Bundesagentur für Arbeit

Beantragen Sie Arbeitslosengeld wegen Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, wird immer eine Sperrzeitenprüfung vorgenommen. Eine solche kann bis zu einem Viertel der Bezugsberechtigung erstreckt werden. Im ungünstigen Fall fällt dadurch der Anspruch auf Arbeitslosengeld weg. Sperren drohen unter anderem, wenn die Arbeitslosigkeit selbst verschuldet wurde. Dies ist zum Beispiel regelmäßig der Fall bei verhaltensbedingter Kündigung, fristloser Kündigung oder bei Abschluss eines Aufhebungsvertrages.